
Die Zeichen des Gesichtes zeigen die innere Einstellung zum Leben. Durch Erlebnisse werden Entscheidungen getroffen, die unbewusst das ganze Leben und die Gesundheit massiv beeinflussen. In Abhängigkeit von Erfahrungen und den damit verbundenen Emotionen können unterschiedliche Körperfunktionen gestört werden.
Jeder Mensch sieht Falten, Rötungen, Schwellungen oder Blässe und deutet sie mehr oder weniger bewusst sie als Hinweise auf das Befinden seines Gegenübers. Der Laie registriert, dass sich der Gesichtsausdruck oder die Farbe verändert. Jedoch haben sich schon vor Jahrtausenden einige Wissbegierige intensiver mit diesem Thema beschäftigt. Daraus wurde eine medizinische Disziplin.
Das Ablesen der Störungen der Organe aus dem Gesicht wird als Antlitzdiagnostik oder Pathophysiognomik bezeichnet. "Patho" steht für "Leiden", physis für "Körper" und gnoma für "Kennzeichen" und bezeichnet die Lehre des Erkennens von organ- und funktionsspezifischen Zeichen im Gesicht. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf Krankheitsdispositionen oder sogar Erkrankungen ziehen.
Bei der Pathophysiognomie handelt es sich um die Betrachtung der Gesichtshaut, die in Ausdruckszonen eingeteilt ist. Bereits sehr früh zeigen sich in diesen Zonen Veränderungen, die auf eine sich entwickelnde oder bereits bestehende Funktionsstörung hinweisen. An diesen Gesichtsausdruckszonen kann das geschulte Auge kleinste Veränderungen in Struktur, Farbe oder Hautspannung erkennen.